Gedanken zur Pferdeausbildung

 

 

Reiten mit gefühlvollen Hilfen als Ziel für sensible Pferde und Reiter. Die logisch aufeinander abgestimmte Trainingsmethode ist für Pferde aller Rassen und für alle Reitweisen geeignet. Gutes Reiten zeichnet sich durch faire, einfühlsame und für das Pferd verständliche Hilfengebung aus. Gut ausgebildete Pferde erkennt man an ihrer Ausstrahlung, an der willigen Mitarbeit und an den zwanglosen und mit Leichtigkeit ausgeführten Manövern.

 

Das Pferd ist von Natur aus ein sehr  empfindsames Wesen. Auf dieses Naturgesetz ist jede Form der Ausbildung unter Berücksichtigung der ethischen Grundsätze aufzubauen. Bei meiner Ausbildungsmethode wird die Pferdeausbildung in zwei Themenbereiche unterteilt.

 

Erziehung

Um ein Pferd als Reitpferd nutzen zu können, müssen wir ihm eine Lebensweise anbieten, die seinen Bedürfnissen nicht widerspricht. Artgerechte Haltung und Sozialkontakt sind grundlegende Voraussetzungen. Im natürlichen Verhalten des Pferdes ist der Fluchtinstinkt lebensnotwendig und tief verankert. Möchten wir ein Pferd trainieren, so muss ihm zunächst eine klare Hierarchie angeboten werden. Es sollte den Ausbilder als ranghöheren Artgenossen verstehen. Durch den hieraus resultierenden Respekt bringt das Pferd dem Ausbilder Vertrauen, Entspannung und die Bereitschaft zur willigen Mitarbeit entgegen. Haben wir dieses Ziel erreicht, kann mit dem eigentlichen Training durch Konditionierung begonnen werden.

Jegliche Anwendung von Zwangsmitteln, Gewalt oder Grobheit sind abzulehnen. Sie lösen beim Pferd Schutzmechanismen aus, welche einen Lernprozess unmöglich macht. „Die freiwillige Mitarbeit des Pferdes bringt mehr Annehmlichkeiten mit sich als alle Mittel, mit denen man es zu zwingen sucht.“ (Alter französischer Meister).

 

Konditionierung durch positive Bestärkung!

Motivation als Schlüssel zum Erfolg!

Ist das Pferd grundlegend erzogen und die Bereitschaft zur willigen Mitarbeit etabliert, kann mit dem eigentlichen Training (Konditionierung) begonnen werden. Bevor das Pferd unter dem Sattel gestartet wird, lernt es idealerweise die grundlegenden Voraussetzungen durch das 

Was ist Konditionierung?

Konditionieren heißt, durch das Einwirken auf ein Individuum sein Verhalten zu beeinflussen und so dieses Verhalten anhand von bestimmten Bedingungen zu ändern. Pferde fühlen und denken, ergo verfügen sie über Intelligenz. Der Ausbilder sollte sich diese Intelligenz zu Nutze machen.

Dies geschieht über die positive Bestärkung. Eine positive Bestärkung ist all das, was in Verbindung mit einer Handlung dazu beiträgt, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass eine solche Handlung wiederholt wird. Gewünschtes Verhalten wird sofort positiv bestärkt. Dies kann ein deutliches Lob, ein Loslassen des Zügels bei Nachgiebigkeit oder auch die Vergabe von einem Leckerli sein. Bei dieser Methode der Ausbildung wird das Pferd zur geistigen Mitarbeit angeregt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare

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  • Marina Perner (Mittwoch, 14. März 2018 12:39)

    Art of Horsemanship- Lehrgang Groundwork 1
    Vom 02.-06.03.2018 fand in Lindlar Reudenbach die Ausbildung für Trainer im Netzwerk statt. Eine gelungene Veranstaltung mit motivierten Leuten!
    Wir freuen uns jetzt auch in Thüringen, Hamburg und Schleswig Holstein Ansprechpartner für das Training nach dem Art of Horsemanship System vorstellen zu dürfen.

  • Marina Perner (Dienstag, 06. Februar 2018 18:08)

    Tolle Trainer, der erste Kurs war beeindruckend. Viele Ideen und engagierte Menschen. Super!

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